2009 entstand die Gestaltung der Fenster der katholischen Hallenkirche ,,Maria Heimsuchung" in Heusweiler. Die Fenster der Süd- und Nordseite verbinden klare Lichtflächen mit dezent eingearbeiteten Ultraschallbildern, die das Thema der Heimsuchung als leise Spur im Raum sichtbar machen.
Das Ereignis "Maria Heimsuchung" geht zurück auf eine Erzählung aus dem Lukasevangelium. Dort wird geschildert, dass die beiden schwangeren Frauen Maria und Elisabeth einander begegnen und die Kinder in ihren Leibern, Jesus und Johannes der Täufer, einander erkennen. Eine mittelalterliche Bildtradition — hier am Beispiel einer Darstellung aus der Abtei Kremsmünster in Österreich um 1460 — versuchte, dieses Geschehen bildlich zu fassen, indem die ungeborenen Kinder symbolisch im Bauch der Mütter gezeigt wurden.
Franziskus Wendels griff diese Tradition auf und verwendete für seinen Entwurf Ultraschall Bilder von ungeborenen Kindern. Neben Aufnahmen seiner eigenen Kinder verwendetete er Ultraschallbilder aus der Kirchengemeinde.
In der Farbgestaltung wurden 7 verschiedene Blautöne verwendet. Der Grundton der Fenster besteht aus verschiedenen opaken Weißtönen.